„…runter kommen sie alle!“

Den gestrigen Tag habe ich bewusst nicht mit bloggen verbracht, sondern mit einem Spaziergang durch Helsinki. Über 20 Kilometer in einer sommerlichen Hitze. Aber zu dem was gestern alles lief und warum mir ein Körperteil sehr schmerzt, kommen wir gleich.

Ich sitze also im Flieger von München nach Helsinki. Wir heben allerdings nicht ab. „Auf Grund von technischen Problemen müssen wir kurz warten.“ hieß es vom Piloten. Erst stand ein Techniker im Cockpit, der das Flugzeug nach 5 Minuten wieder verließ. Er kam aber wieder. Mit 4 Kollegen. Da standen nun also 5 Mechaniker und die versetzten die Passagiere etwas in Aufregung. Ich sagte nur: „Das sind Profis und die wissen schon was sie tun… hoffentlich.“. Mit meinem „hoffentlich“ habe ich eigentlich nur einen Scherz machen wollen, der brachte aber die Aufregung bei den deutschsprachigen Passagieren wieder zum Vorschein. Eine Stunde später war es dann soweit, wie rollten in Richtung Startbahn. Endlich in der Luft, erwischten wir einige Luftlöcher. Wieder gingen ein paar Blicke auf mich und ich entgegnete diesen Blicken mit folgenden Worten: „Macht euch keine Sorgen. Wie heißt es so schön? Runter kommen sie alle!“. Jetzt war das mal wieder ein klassischer „Litz“. Ich sollte vorher erst darüber nachdenken, wie man etwas aufnehmen könnte. Denn auch jetzt war es keines Wegs negativ gemeint. Aber wenigstens mussten 3 oder 4 Personen lachen. Ich erstmal nicht, da mir klar wurde, dass meine Worte auch auf einen Absturz deuten könnten. Naja… EGAL! Um mich zu keinen Sprüchen hinreißen zu lassen, wollte ich meine Podcastliste verkleinern. Da parken nämlich ein paar Episoden der verschiedensten Podcasts darauf, von mir konsumiert zu werden. Ich fragte vorsichtshalber die Stewardess, ob ich meine Bluetooth-Köpfhörer im Flieger benutzen darf. NOPE! Das finde ich echt mal bekloppt. Aber ok, Sicherheit geht vor. Gerade noch bei dieser Maschine. Ich vertrieb mir die Zeit mit einem Smartphone Spiel.

Ein paar Luftlöcher später landeten wir sicher in Helsinki. Der Typ neben mir klatschte. Ich schaute ihn mit strengem Blick an und er ließ es auch wieder ganz schnell bleiben.  Nun hieß es Gepäck schnappen und nichts wie ab zum Hotel. Und zwar mit dem Finnair-Bus, der hoffentlich keine Startprobleme hat. Und… so war es auch. Keinerlei Schwierigkeiten. Mein Smartphone verbindet sich in den Bussen schon ganz automatisch, das empfinde ich als sehr angenehm. Immerhin müssen 1 GB für die paar Tage genügen. Dann raus aus dem Bus, ab ins Hotel, aufs Zimmer und erstmal kurz ins Bad frisch machen. Denn in Helsinki war es am Tage meiner Ankunft extrem warm. Jedoch ohne Sonne. Schwül. Der nächste Tag war spitze, so wie der heutige. Keine Wolke am Himmel, ok, so gut wie keine Wolke am Himmel, ab und an weht eine angenehme kühle Prise vorbei und es herrschen knapp 30 Grad, obwohl die Wetterdienste hier 22 Grad berichten. Das ist definitiv nicht der Fall. 

Ich schlenderte durch die City in Richtung Hafen bzw. Markt, um dort einen Blick aufs Meer zu haben. Am Markt in Helsinki gibt es einen Brunnen, an dem ich mich gerne aufhalte. Denn hier gibt es in nur knapp 10m Entfernung einen schmalen, dafür langen Park, umgeben vom Stadtverkehr. Hier geben eigentlich immer Straßenmusiker einen zum Besten. Aber auch an der Bühne zu Beginn des Parks wird gelegentlich etwas geboten. Live Musik von äußerst talentierten Künstlern. Mal mehr, mal weniger bekannt, aber immer wieder einen Lauschangriff wert. Das ist super. Vor allem weil es einfach kostenfrei ist. Wie im vergangenen Jahr bin ich auch jetzt wieder pünktlich zum „JAZZ ESPA“ hier. Das ist immer eine sehr geile Angelegenheit. Jedoch besteht hier die Gefahr die Zeit zu vergessen. Und genau dieser Gefahr setze ich mich jetzt aus. Ich sitze mit meinem iPad Pro 12.9″ mit Tastatur-Case direkt vor der Bühne, lausche den talentierten Musikern und kann, wenn ich mich nach rechts drehe, den Brunnen sehen.

Ach ja. Warum mir ein bestimmtes Körperteil schmerzt, erzähle ich euch im nächsten Beitrag!

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